Legal Tech Hub Vienna Accelerator Spring Batch 2019 gestartet

Fünf Legal Tech Unternehmen wurden im Rahmen einer Challenge von der LTHV-Jury am 26.2. ausgewählt und starten nun per 27.2.2019 das praxisorientierte LTHV Accelerator-Programm. Es besteht aus vier Modulen. Jedes Modul umfasst dabei 2 Tage mit Legal & Business Coachings, Workshops und Sparring-Sessions in Wien. Das Programm dauert von Februar bis Juli.

Folgende Unternehmen haben die Legal Tech Hub Vienna (LTHV) Jury überzeugt (in alphabetischer Reihenfolge), mehr Information siehe unten:

APPbyYou

aus Deutschland

Contractbook

aus Dänemark

Jaasper

aus Österreich

Miso

aus Schottland

Taxy.io

aus Deutschland

Alle LTHV Jury Mitglieder und alle Top 11 Legal Tech Start-Ups

Beworben haben sich um die Aufnahme in den LTHV-Accelerator insgesamt 35 nationale und internationale Unternehmen (Startups und KMUs). Die Bewerber kamen aus Österreich, Brasilien, Deutschland, Dänemark, Großbritannien/Schottland, Rumänien, der Schweiz, Singapur und den USA.

Der LTHV Accelerator hat sich weit über Österreichs Grenzen hinweg herumgesprochen. Wir freuen uns sehr, im LTHV Start-Up Programm dabei zu sein, da wir durch das Programm Zugang zu über 500 Juristen in CEE bekommen“, freut sich Sven Peper, CEO von taxy.io.


Jurymitglied Christian Pindeus von SCWP Schindhelm:Bei der Auswahl der Accelerator-Teilnehmer war uns unter anderem wichtig, dass unser Accelerator-Programm für die Weiterentwicklung des jeweiligen Unternehmens und seiner Legal Tech-Leistungen tatsächlich einen Nutzen bringen kann. Entsprechend fortgeschritten mussten daher die Idee, das Team, das Produkt und das Geschäftsmodell sein.

Außerdem haben wir bei der Auswahl auch auf die Marktorientierung der Bewerber geachtet“, ergänzt Stefan Prochaska von PHH Rechtsanwälte, „denn eines der Ziele des LTHVs ist, aktiv mitzugestalten, dass die Rechtsbranche zukunftsorientiert und effizienter zusammenarbeitet.

Die LTHV Jury (Bild oben) bestand aus den Vertretern der Founding Members des Legal Tech Hub Vienna (LTHV) Christian Pindeus (SCWP Schindhelm), Philipp Dubksy (Herbst Kinsky), Andrea Miskolczi (Wolf Theiss Rechtsanwälte), Stefan Artner (DORDA), Thomas Kulnigg (Schönherr Rechtsanwälte), Sophie Schmid (PHH Rechtsanwälte), Alric Ofenheimer (Eisenberger-Herzog). Zusätzlich konnten zwei weitere Expertinnen gewonnen werden: die Start-Up Expertin der TU Wien, Birgit Hofreiter (Director Innovation Incubation Center der TU Wien) und Maria Scheibenreif, Investment Expertin von dem privaten Start-Up Investor Schneider Holding.

Auswahlkriterien

Im Rahmen eines mehrstufigen Auswahlverfahrens wurden 11 der 35 Bewerber nun zur Challenge am 26.2. nach Wien, ins Haus der Ingenieure, eingeladen. Die Challenge stellte das Finale des Auswahlverfahrens um die fünf zu vergebenden Accelerator-Plätze dar.

Jedes der 11 Legal Tech-Unternehmen musste eine 10-minütige Präsentation (Pitch) halten und sich anschließend einer 15-minütigen F&A-Session stellen. Ziel der Challenge war, die Jury davon zu überzeugen, nicht nur ein innovatives Legal Tech-Startup/KMU zu sein, sondern auch der optimale Kandidat für das Accelerator-Programm. Bewertet wurden von der Jury bei der Challenge folgende Kriterien: Problemlösungskompetenz, Team, Reifegrad der technischen Lösung, Innovationsgrad, Relevanz für die Rechtsbranche.

Im Anschluss an die LTHV-Challenge: Legal Tech Startup/KMU-Messe

Im Anschluss an die LTHV Challenge hatten alle 11 Bewerber die Möglichkeit, sich im Rahmen einer Legal Tech Startup/KMU-Messe, einen Abend lang in entspannter Atmosphäre mit rund 150 BesucherInnen im Haus der Ingenieure mit der juristischen Branche und Fach-Journalisten auszutauschen. Die Messe war exklusiv geöffnet für Mitarbeiter*innen der Founding Members sowie für die Mitarbeiter*innen aller LTHV Partner (TPA Steuerberatung, i.e.t.c., Wiener Rechtsanwaltskammer, Michael Lanzinger Rechtsanwalt, TU Wien sowie das Institut für Innovation und Digitalisierung im Recht).

Die 11 LTHV Accelerator-Teilnehmer der LTHV-Challenge und Messeaussteller 
(Auflistung in alphabetischer Reihenfolge)

APPbyYOU bietet Firmen-Messenger über die in geschlossener Community kommuniziert werden kann. Kommuniziert wird innerhalb der jeweils eigenen Cloud. Standortübergreifend oder geschlossen als Abteilung. APPbyYOU hat einen UseCase für die Rechtsbranche entwickelt – den “smart legal messenger” auf Basis einer firmeneigenen Messenger-Plattform.

 

Aus Deutschland

 

Link: https://company-messenger.com/de/

BRITE entwickelt Applikationen, die auf einer einzigen Plattform basieren, um einen gesamten Lebenszyklus von Geschäftsprozessen zu verfolgen, zu erfassen, zu berichten und zu verwalten. Sie versprechen Kunden aus der Rechtsbranche damit Erhöhung der Transparenz, Senkung von Kosten und Risiken bei gleichzeitiger Steigerung der Verteidigungsfähigkeit in der elektronischen Discovery-Untersuchung und bei Rechtsstreitigkeiten.

 

Aus der Schweiz

 

Link: https://brite.ch/

Contractbook versteht sich als Anbieter von effizientem Vertragsmanagement. Das Erstellen, Signieren und Speichern von juristischen Dokumenten erfolgt dafür auf einer einzigen digitalen Plattform. Erhöhung der Transparenz des Unternehmens, Sicherstellung der Compliance und Zeitersparnis sollen dadurch gegeben sein.

 

Aus Dänemark

 

Link: https://contractbook.co/

Cortlex ist ein persönliches, juristisches Wissensmanagement-Tool, das auf unterschiedliche Bedürfnisse individuell eingeht. Mit Cortlex kann Wissen gespeichert, dargestellt, geteilt, erworben und automatisch durch CortLex aktuell gehalten werden.

 

Aus Österreich

Iurio entwickelt ein Workflow-Tool (von Reporterstellung bis zur Taskmanagement), das speziell auf die Bedürfnisse von Anwälten zugeschnitten ist. Mithilfe eines entsprechenden IT-Tools wird durch den Wegfall redundanter Aufgaben Zeit gesparen und dadurch Produktivität und Umsatz gesteigert.

 

Aus Österreich

 

Link: https://www.iurio.com/

JAASPER versteht sich als der Robin Hood für Konsument*innen von juristischen Leistungen. Das Unternehmen verschafft leicht und kostengünstig Zugang zu professioneller juristischer Beratung – auch für Fälle mit geringem Streitwert.

 

Aus Österreich

 

Link: https://www.jaasper.com/

LegalFAB ist eine dezentrale Blockchain-Plattform, die die Schaffung einer dezentralen Identität für E-Authentifizierung, Zusammenarbeit und vertrauenswürdige Transaktionen erleichtert. LegalFAB wird sowohl von Anwaltskanzleien als auch von Unternehmen eingesetzt, um den Entwurfsprozess zu rationalisieren, die Zusammenarbeit zu verbessern und den Transaktionsablauf auf einer verteilten Ledger-Plattform besser zu verwalten.

 

Aus Singapur

 

Link: https://legalfab.com/

Miso ist ein Legal Tech-Tool für Prozessanwälte.
Es rationalisiert die Vorbereitung und Analyse von Streitbeilegungsverfahren und spart damit den Prozessbeteiligten wertvolle Zeit.

 

Aus Schottland

 

Link: https://www.miso.legal/

Taxy.io ist ein Spin-Off der RWTH Aachen (Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule). Es automatisiert die Recherche und Analyse von Steuerfragen durch ein digitales Verständnis von Recht und Kunde, um den Mitarbeitern der Steuerberater und Finanzabteilungen bis zu 80 % des Forschungsaufwands zu ersparen.

 

Aus Deutschland

 

Link: https://www.taxy.io/

Thinkers.ai entwickelt Tools, die es ermöglichen, nach relevanten Texten, Textabschnitten, Wörtern oder Wortkombinationen in speziellem Interessengebiet zu suchen und die Kerninformationen eines Textes schnell zu erkennen. Denn 80 % der weltweiten Daten werden in Textdateien gespeichert. Thinkers.ai nutzt das Machine Learning System, um Inhalte automatisch zu analysieren und Texte zu interpretieren.

 

Aus Österreich

 

Link: https://www.thinkers.ai/

Wieblebub entwickelt Intellectual Property Security Software (IPSS). Produkte/Erfindungen/Daten können auf Basis einer Blockchain geschützt und einem Urheber eindeutig zugeordnet werden. Das verspricht eine Lösung lange vor der Patentierung.

 

Aus Deutschland

 

Link: https://www.wieblebub.com/

Inhalt des ersten Moduls

Neben dem direkten Zugang zum potenziellen Markt, ist ein weiterer Benefit des LTHV Accelerator- Programms, das Eingehen auf die individuellen Bedürfnisse der Teilnehmer. Deshalb liegt der Schwerpunkt des ersten Moduls auch auf der gemeinsamen Erstellung einer Roadmap. Weitere Programm-Punkte sind: Business Model (Weiter-)Entwicklung sowie Check und Reflexion der User Experience.

Details (laufende Aktualisierung) des Programms siehe: https://lthv.eu/lthv-accelerator-programme/

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Rückfragehinweis: Sophie Martinetz, s.martinetz@lthv.eu, +43 664 974 7272, Future-Law

Fotocredit: Marlene Rahmann, Fotoabdruck kostenfrei

Über den LTHV:

Die Rechtsanwaltskanzleien DORDA, EISENBERGER & HERZOG, HERBST KINSKY, PHH, SCHÖNHERR, SCWP Schindhelm und WOLF THEISS haben im Oktober 2018 gemeinsam den Legal Tech Hub Vienna (LTHV) ins Leben gerufen. Eine bis dato in dieser Form einzigartige kanzleiübergreifende Initiative von Law Firms. Kernziel des LTHV: Die Rechtsberatungsbranche pro-aktiv, Mandanten-orientiert und innovativ in die digitale Zukunft zu führen. Die Aktivitäten des LTHV umfassen u.a. ein Acceleratorprogramm für Legal Tech Unternehmen, lokale und internationale Kooperationen mit Interessensvertretungen, Universitäten, Fachhochschulen und bestehenden/künftigen Legal Tech Hubs sowie die Entwicklung von Standards für die gesamte Rechtsbranche über Forschungsaufträge, Diplomarbeiten und Partnerschaften.

www.lthv.eu

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